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"Wir sind startklar für den Frühling", freut sich Stadtgartenreferentin Stadträtin Mag.a Hilde Schaumberger. Sie verspricht: "In wenigen Wochen wird sich Villach einmal mehr als zauberhafte und bunte Blumenstadt präsentieren. Allein in der Altstadt werden zirka 1000 Quadratmeter Grünfläche bunt erblühen." Neben den städtischen Parkanlagen werden der Rathausplatz mit der schon traditionellen Frühlingslandschaft (ab Palmsonntag), der Freihausplatz, die 10.-Oktober-Straße, die Italiener Straße, der Hans-Gasser-Platz und die Widmanngasse, der Apolloplatz, die Nikolaigasse und die Trattengasse mit bunten Frühlingsboten verschönert.
 Stadträtin Mag.a Hilde Schaumberger (links) und die Leiterin unseres Stadtgartens Dipl.-Ing.in Hannelore Hudezeck im stadteigenen Gewächshaus. Fotos: Gerhard Maurer
"Mickey Mouse", "Bestseller" und "Coquette" im Beet. Damit sich die Bürgerinnen und Bürger bereits mit den ersten warmen Sonnenstrahlen an bunten Blumen erfreuen können, wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits im Herbst 30.000 Tulpen - mit so klingenden Namen wie "Christmas Dream" (rosa/weiß), "White Marvel" (weiß), "Bestseller" (orange), "Mickey Mouse" (rot/gelb) und "Coquette" (weiß) - sowie unzählige Krokusse und Narzissen gesetzt. Ergänzt wird diese Frühjahrsbepflanzung mit 25.000 Stiefmütterchen und rund 1000 Bellis, die in den Glashäusern der Stadt über die Wintermonate gezogen werden.
Zwei rosa-lila-farbene Blumenpyramiden. Neu sind die zwei großen Blumenpyramiden, die heuer an Stelle der Oleander den Standesamtsplatz verschönern sollen. Die zwei Meter hohen Drahtgebilde werden üppig mit rosa und lila Surfinien bepflanzt und so einen außergewöhnlichen Blickfang bilden.
 Bereits im Herbst wurden 30.000 Tulpen sowie unzählige Krokusse und Narzissen gesetzt. Ergänzt wird diese Frühjahrsbepflanzung mit 25.000 Stiefmütterchen und rund 1000 Bellis, die in den Glashäusern der Stadt über die Wintermonate gezogen werden.
80.000 Sommerblumen. Später, Mitte Mai, werden dann nochmals rund 80.000 Sommerblumen (Pelargonien, Begonien, Tagetes, Verbenen, Fleißiges Lieschen), 300 Blumenkisten und rund 50 Blumentröge mit Blumen, Oleandern und Palmen unserer Stadt erblühen lassen und mediterranes Flair verbreiten. Rund 60.000 Euro kostet der bunten Blumenschmuck im Jahr.
Baumkontrollen durch digitalen Kataster. "Wir sind als Stadt natürlich auch für den Zustand unserer Straßenbäume verantwortlich. Damit die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, werden in regelmäßigen Abständen von unseren Fachkräften Kontrollen durchgeführt", sagt Schaumberger. Diese Kontrollen werden protokolliert und in einer EDV-unterstützten Datenbank, dem so genannten Baumkataster, archiviert. In dieser Kartei sind auch geografische Raumdaten registriert, die eine eindeutige Wiedererkennung der Bäume möglich machen. Wenn an einem Baum Symptome erkennbar sind, die auf verminderte Bruch- oder Standfestigkeit hinweisen, dann müssen umgehend Maßnahmen zur Verkehrssicherheit unternommen werden.
 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Stadtgartens sind - wie Ulrike Fuhrmann und Alois Auer - seit Monaten dabei, die Frühlingsboten zu hegen und zu pflegen. Viele schlummern bereits in der Erde. 25.000 Stiefmütterchen wachsen in unseren Gewächshäusern.
Maßnahmen zur Sicherheit. Oft sind Baumfällungen aus Sicherheitsgründen erforderlich. Doch vorher wird geprüft, ob Totholzentfernungs- oder Kronenentlastungsschnitte beziehungsweise der Einbau einer dynamischen Kronensicherung Abhilfe schaffen können. Stadträtin Mag.a Schaumberger. "Wir sind natürlich bemüht, unseren Baumbestand so lange als möglich gesund zu erhalten. Trotzdem ist es bei dem hohen Baumbestand, den wir mit rund 8000 Stück in unserer Stadt haben, auch immer wieder zur Vermeidung von Gefahren notwendig, bestimmte, nicht mehr sichere Bäume zu entfernen und durch neue, junge Bäume zu ersetzen."
 Noch sind die alten Bäume im Dinzelschloss kahl und präsentieren sich im durchaus ansprechenden Winterkleid. Sie sind ebenso wie die anderen 8000 Bäume im Baumkataster erfasst.
50 neue Bäume im heurigen Jahr. Die Kataster-Kontrollen haben ergeben, dass nach derzeitigem Stand nur zirka 50 Bäume ersetzt werden müssen. Diese Fällarbeiten werden noch im laufenden Winter vorgenommen und betreffen neben Bäumen am Stadtrand auch fünf so genannte "Problemfälle" in der Italiener Straße (vier Bergahorne, eine Rosskastanie). In der Wilhelm-Hohenheim-Straße müssen drei Rosskastanien, im Stadtpark fünf Ahorne und in der Zeidler-von-Görz-Straße ein großer Spitzahorn aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Natürlich werden die entfernten Bäume durch Nachpflanzungen ersetzt. Schaumberger: "Bei der Auswahl der Baumarten für die Neupflanzungen wird seitens des Stadtgartens auf die sich ändernden Klima- und Standortbedingungen Rücksicht genommen, um möglichst gesunde Bäume mit einer möglichst hohen Lebensdauer für eine grüne und lebenswerte Stadt zu gewährleisten."
 Markiert und im digitalen Baumkataster festgehalten - unsere Bäume werden registriert, regelmäßig untersucht und gepflegt.
30 Arten stehen zur Auswahl. Die Auswahl ist allerdings nicht allzu groß, nur rund 30 Arten können als geeignet bezeichnet werden. Dazu zählen neben der in unserer Stadt bereits zu einer der Leitbaumarten gewordenen Platane auch sehr interessante Baumarten wie der Ginko, der entwicklungsgeschichtlich als einer der ältesten Baumarten gilt. Geplant ist die Pflanzung von 15 kleinkronigen Bäumen wie Japanische Zierkirsche, Kugelahorn, Feldahorn, Ungarische Eiche, Blumenesche und Japanische Zelkove. Außerdem werden 35 großkronige Bäume - Spitzahorn, Linde, Rotbuche, Esche, Baumhasel und Ginko - gesetzt. Die Kosten für die Neupflanzungen belaufen sich jährlich auf rund 10.000 Euro. |