Sie ist die Alternative zur Erdbestattung. Der Leichnam wird im Krematorium eingeäschert. Jeder Sarg wird dort dem Ofen einzeln zugeführt. Die Kremation findet bei einer Temperatur von 1.200 Grad Celsius statt und dauert rund 90 Minuten. Anschließend wird die Holzasche das Sarges aussortiert und die Überreste des Verstorbenen in einer Urne versiegelt. Für das Aufstellen der Urne zu Hause, z. B. im eigenen Garten, ist eine Sonderbestattungsanlage nötig. Die Beigabe persönlicher Gegenstände zur Kremation ist wegen einer eventuellen Schadstoffentwicklung nicht möglich. Aus gleichem Grund werden auch nur Särge eingeäschert, die mit wasserlöslichen Lacken versehen sind.
Seit Menschengedenken üblich
Funde in Kärnten belegen, dass bis in die Römerzeit Brandbestattungen durchgeführt wurden. Die Einäscherung in unseren Breiten war bis etwa 800 n. Chr. sogar vorherrschend. Funde von Aschenurnen beweisen, dass die Germanen ihre Toten in feierlicher Form verbrannten. Auch von den Griechen wissen wir, dass sie ihre Toten dem Feuer anvertrauten. Julius Cäsar, Brutus, Augustus, Tiberius und Marc Aurel wurden feuerbestattet. Auch König Saul und seine Söhne wurden verbrannt. Im Jahr 785 n. Chr. wurde die Feuerbestattung durch Karl den Großen bei Todesstrafe verboten. Erst im 19. Jahrhundert erwachte die Feuerbestattung zu „neuem Leben“.